Auf dieser Seite sind künstlerische Formen des Widerstandes gegen die "versteinerten Gespenster" aufgezeigt.
Die Provokation liegt in der Wirklichkeit, nicht in mir. (W. Kastner)
Fritz Bauer formuliert den Widerstand als Kritik und Opposition in "Rede und Schrift" … dem ist noch Kunst hinzuzufügen!
Friedensstatue "Dong Mai", Köln.
Eine feministische Erinnerungsskulptur.
Die Statue, von einem südkoreanischen Künstlerpaar erschaffen, erinnert an die sexualisierte Gewalt, die Frauen aus dem gesamten Asien-Pazifik-Raum in sogenannten „Comfort Stations“ in Japan während des 2. Weltkriegs erlitten haben.
Sie steht für unerschütterliche Stärke, Schönheit und Durchhaltevermögen der südkoreanischen Frauen und für die Frauen in der ganzen Welt, die sexualisierte Kriegsgewalt erlebt haben.
Die japanische Regierung agiert mit großer Vehemenz gegen das Aufstellen der Skulpturen in aller Welt, "Ari" in Berlin und "Nujin" in Kassel.
In Köln hat lange Zeit die Oberbürgermeisterin Henriette Reker eine Aufstellung verhindert. Mit Hilfe der grünen Stadtfraktion konnte es im Rahmen einer Kundgebung zum 8. März 2025 vor dem NS-Dokumentationszentrum (LD-Haus) enthüllt werden, dort steht sie bis zum 1. Juni 2025.
https://koreaverband.de/blog/2025/03/06/friedensstatue-dong-mai-ns-dok/
Wolfram p Kastner, München.
"Die Provokation liegt in der Wirklichkeit, nicht in mir."
Der Münchner Aktionskünstler Wolfram Kastner hat im vergangenen Sommer (2016) gemeinsam mit anderen Aktivisten blutrote Farbe auf Jodls Ehrenkreuz am Familiengrab auf der Fraueninsel im Chiemsee geschüttet und eine Tafel angebracht mit der Aufschrift „Keine Ehre dem Kriegsverbrecher“. Denn der Künstler sieht in dem Ehrensteinkreuz ein Ehrenmal, das Jodl verherrlicht und NS-Unrecht verharmlost. In einer früheren Aktion hatte er bereits das Jott von Jodls Namen abmontiert und ans Deutsche Historische Museum in Berlin geschickt. Da stand auf dem Stein nur noch „Odl“ – das bayerische Wort für Jauche oder Gülle. Die Gemeinde hat es seinen Worten nach abgelehnt, mit ihm über das Grab zu verhandeln, ebenso der Grabeigentümer.…. weiterlesen unter: https://www.deutschlandfunkkultur.de/ns-kriegsverbrecher-mit-aktionskunst-gegen-jodl-grab.1001.de.html?dram:article_id=382141
Wilfried Porwol, Kleve.
Erklärung zu meiner erneuten Umgestaltung des Nazi-Kriegerdenkmals in Kalkar zu einem Friedensmahnmal am 9. Mai 2020. Am 8. Mai, dem 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus, „ehrte“ die Stadt Kalkar weiterhin die Kriegstoten mit einem Hitlerzitat auf der Rückseite des Nazi-Kriegerdenkmal von 1936, gewidmet „UNSEREN HELDEN“ 1914 - 1918, Anfang der 1980er Jahre erweitert durch die Jahreszahlen 1939 - 1945....
Gericht Kleve verurteilt Friedensaktivisten Wilfried Porwol
Am 7. Dezember 2020 hat das Amtsgericht Kleve den Friedensaktivisten und Künstler Wilfried Porwol wegen "gemeinschädlicher Sachbeschädigung" zu 30 Tagessätzen verurteilt. Porwol hatte in den letzten Monaten mehrfach das Nazi-Kriegerdenkmal in Kalkar künstlerisch umgestaltet. Trotz des Hinweises, dass laut Verordnung der Aliierten solche Kriegerdenkmäler aus der Nazi-Zeit bereits nach Kriegsende hätten beseitigt werden müssen und dass die Stadt Kalkar durch die wiederholte Instandsetzung des Denkmals die kriegsverherrlichende Aussage immer wieder neu bestätige, meinte das Gericht, eine Strafe verhängen zu müssen. ... Weiterlesen:
https://nrw.dfg-vk.de/aktionen/kalkar/nachrichtenleser/gericht-kleve-verurteilt-friedensaktivisten
Dr. Hans Hesse, Hürth
"Mögen Jahrtausende vergehen, man wird nie von Heldentum reden können, ohne des deutschen Soldaten im Weltkrieg zu gedenken". "Die Quelle der Inschrift basiert auf einer Textstelle aus Adolf Hitlers 'Mein Kampf'", sagt der promovierte Historiker Hans Hesse (58). In "Mein Kampf" laute das Zitat: "Mögen Jahrtausende vergehen, so wird man nie von Heldentum reden und sagen dürfen, ohne des deutschen Heeres des Weltkrieges zu gedenken."
Der Historiker beschäftigt sich im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit mit dem Thema "Gedenken und 1. Weltkrieg". In diesem Zusammenhang hat er zahlreiche Kriegerdenkmäler im Rheinland - darunter im Herbst 2014 auch das in Kalkar - erforscht. Bereits damals hat Hans Hesse nach eigener Aussage Kalkars Stadtarchivarin Anna Gamerschlag und Harald Münzner, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit in der Nicolaistadt, die Urheberschaft des Hitler-Zitates offenbart.
Weiterlesen: https://rp-online.de/nrw/staedte/kleve/hitler-zitat-auf-kriegerdenkmal-in-kalkar_aid-17583679
Dr. Hans Hesse: http://www.hans-hesse.de/html/kalkar.html
Ulrich Hentschel, Hamburg
Im Sommer 2014 lud Ulrich Hentschel, der Studienleiter für Erinnerungskultur der Ev. Akademie der Nordkirche zu einer temporären Kunstaktion in Hamburg und Schleswig-Holstein ein...
Die Künstler Axel Richter vom KunstHaus Schüberg und Uwe Schloen aus Bremen erklären ihre Kunstaktion so:
"Blickwechsel – Regionale Betroffenheit und landesweite Verbundenheit generations-übergreifend anzuregen und zu verknüpfen ist die Aufgabe. Dazu braucht es ein leichtes, spielerisch mehrdeutiges und vielfach einsetzbares Objekt. Es braucht ein bildnerisches Mittel, das Bezugs- und Verfremdungsaspekte zu Stein und Bronze, Inschrift und ortsspezifischer Grünanlage entstehen lassen.
Das Bild der Wäscheleine mit weißer Wäsche erfüllt in seiner Einfachheit, in seinem Kontrast der häuslichen Intimität zum öffentlichen Denkmal alle erforderlichen Kriterien. … weiße Wäsche, Unschuld, Kindheit, dreckige Wäsche waschen, Friedensfahne, Wäsche im Wind, der Fahne nach, Heim und Herd … weiterlesen unter:
https://www.denk-mal-gegen-krieg.de/aktivitaeten/
Hubert Bruhs, Hürth-Mitte
Ein Beispiel für ein Ehrenmal.
In der Grünanlage am Berliner Platz in Hürth-Mitte unterhalb des Einkaufszentrums steht das 1983 von Hubert Bruhs geschaffene Mahnmal "Der Schrei" zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus.
Kriegerdenkmal.org
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